Vom Klassenzimmer zu Kabeln und Kreativ-Workshops – Mein Bildungsurlaub bei DQ Solutions

Bildungsurlaub, Büro & ein bisschen Muskelkater

Nun war es also soweit! Kindergarten an meine Stellvertretung übergeben - Bildungsurlaub definitiv am Start. Anstelle der Fahrt nach Ganterschwil führte mich mein „Arbeitsweg“ nach Wallisellen zur DQ Solutions, wo ich meine ersten beiden Wochen verbringen durfte. Wenn ich gewusst hätte, dass mein Arbeitsbeginn Teppich schleppen zur Begrüssung beinhaltet, wer weiss, vielleicht hätte ich auf halben Weg kehrt gemacht ;-) .

Spass beiseite. Ich wurde herzlich aufgenommen und verbrachte den ersten Tag mit einem Büro-Rundgang und den Aufräumarbeiten eines Teils des Materials der LearningDays. Diese hatten am Wochenende vorher stattgefunden, und ich konnte bereits da als Teilnehmerin dabei sein. Der erste Tag verging so, wie im Flug. 

Logistik erleben – von innen heraus

Am zweiten Tag bekam ich die Möglichkeit das Zentrallager in Dietikon anzusehen, mit Logistik und Reparaturbereich. Hier den Überblick zu behalten zwischen Wareneingang, Retouren, Reparaturen und Verschiebungen ist sicherlich nicht immer einfach. Einen Teil des Tages sass ich am Laptop an meinen Aufträgen, welche ich für die zwei Wochen für Zwischendurch erhalten habe. Unter anderem gehörte dieser Blog hier zum Zusammenschustern dazu.

Kamera läuft! Stop-Motion im Schulhaus

Der dritte Tag war ein Heimspiel. Wegen meiner grossen Sehnsucht ;-) nach meinem Schulhaus kamen Nadine und Nico nach Ganterschwil für einen Stop-Motion Workshop, bei dem ich sie unterstützen durfte. Die 3./4. Klässler waren sehr motiviert und haben nach einer Einführungsphase tolle Filme kreiert. Kreative Landschaften wurden gebaut und lustige Storys ausgedacht, welche eifrig geknipst und verändert wurden. Nach diesem spannenden Morgen erlebte ich am Nachmittag, was es heisst einen Workshop für eine Schule vorzubereiten. Für einmal, in diesen beiden Wochen, hatte ich einen ganz kurzen, gewohnten Heimweg. Herumdüsen, lange Strecken zurücklegen, gehört zum Education Team Alltag dazu, wie ich in dieser Zeit selber erfahren durfte. Vermutlich bin ich in den letzten zwei Jahren nicht so viel Zug oder Autolangstrecken gefahren wie in diesen beiden Wochen. 


Kunststunde am Vormittag – Lebenslauf am Abend

So fuhr ich auch am vierten Tag los. Diesmal nach Hombrechtikon in eine Zeichenstunde, welche von Lenny durchgeführt wurde. Auch hier waren die Schülerinnen und Schüler, dieses Mal 5./6. Klässler, motiviert dabei und man spürte schon bald, dass hier viele kleine und grosse Künstlerinnen und Künstler sassen, welche eifrig an ihren Porträts arbeiteten. Die Zeit verging wie im Flug und schon bald hiess es wieder heimwärtsdüsen, damit ich bereit für die Onlineschulung zum Thema Lebenslauf war. Das tönte für mich insofern erst einmal lustig, da ich absolut keine Absichten habe, jemals noch einen Lebenslauf zu schreiben. Aber wer weiss... Es war jedoch trotzdem sehr spannend, Rebecca von Profolio und Nadines Ausführungen zu folgen. Ab und an musste ich schmunzeln, wenn ich so an meinen Lebenslauf zurück dachte, der absolut total anders aussah, weit entfernt von digital, gänzlich analog und man kann es kaum glauben, sogar noch handschriftlich verfasst in schönster Schnürlischrift.

Ein Strauss voller kreativer Unterrichtsideen

Auch in den nächsten Tagen erhielt ich weitere spannende Einblicke in weitere Workshops bei Nadine, Nico und Lenny. In Möhlin war EDUBreakout angesagt und so knobelte eine Gruppe von Lehrpersonen eifrig, um alle Schlösser an der Schatztruhe zu knacken. Was natürlich auch allen gelang. In Muttenz probierten ebenfalls eine Gruppe an Lehrpersonen verschiedenste Apps und ihre Möglichkeiten aus, um danach einen Strauss an Ideen für den Unterricht mit nach Hause nehmen zu können. Mein Weg führte mich ausserdem sogar ins Fürstentum Liechtenstein zu einem bunten Morgen im Kindergarten, mit Posten an den iPads. Aus all diesen Workshops und Coachings konnte ich für mich selber ebenfalls etliche Ideen mitnehmen. Meine Kindergartenkinder und das Schulhausteam können froh sein, dass mein Bildungsurlaub noch eine Weile andauert und sie nicht sofort als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Meetings, Menschen und ein Stift mit Bedeutung

In Wallisellen war in der zweiten Woche ein Tag voller Meetings angesagt und auch dort erhielt ich Einblick wie dies so abläuft. Zu unseren sehr analogen Teamsitzungen ein frappanter Unterschied. Viele der Mitarbeitenden sind jeweils zugeschaltet und nehmen digital teil, anstatt physisch. Ein besonderes Highlight für mich war an diesem Tag, dass ich nebst den zwei Meetings mit Roch aus dem Team einen iPad Stift gestalten und lasergravieren durfte. Ein tolles Geschenk, welches mich an meine „Schnupper-Zeit“ erinnern wird.

Zwischen Apple-Produkten und iPad-Bergen

Zwei Tage verbrachte ich in St.Gallen in der DQ -Filiale und im Büro. Nebst den „ Büroarbeiten“, Schulbesuchen, Webinaren, etc. ist auch der Verkauf von Geräten eines der Standbeine von DQ Solutions. Im Geschäft gab es so einiges zu entdecken, was Apple und Co. nebst den Notebooks, iPads und Phones noch so anzubieten hat. Interessant fand ich auch, dass es doch auch in der heutigen Zeit noch Menschen gibt, welche ihre Geräte zur Reparatur bringen. Auch dies ist ein Teil des Angebotes. Mit dem Lernenden der Filiale konnte ich gemeinsam die tägliche Inventur durchführen. Und dabei war dann ich die Lernende, was ein Schmunzeln meines kurzfristigen „Lehrmeisters“ einige Male bestätigte. Im Büro konnten helfende Hände gut gebraucht werden, da gerade eine grosse Lieferung iPads, Stifte und Ladegeräte zum Auspacken angekommen war, welche eine Schule bestellt hat. Also hiess es auspacken, auspacken, eine schon fast meditative Arbeit. 


Ein Bildungsurlaub, der Spuren hinterlässt

Die beiden Wochen vergingen wie im Flug und meine Zeit bei DQ Solutions ist nun schon wieder vorbei. Es waren zwei tolle Wochen, welche mir in guter Erinnerung bleiben werden. Und sollte jemandem die Möglichkeit auf einen solchen Einblick geboten werden, kann ich nur empfehlen, packt die Gelegenheit am Schopf! Es lohnt sich! Ganz herzlichen Dank für die Gastfreundschaft und die vielen tollen Einblicke an alle, denen ich in den letzten beiden Wochen begegnen durfte!

Susanne Roth, Lehrerin im Kindergarten in der Schule Bütschwil-Ganterschwil