Horizonte öffnen, Wellen schlagen, Bildung leben
Rorschach, am südlichen Ufer des Bodensees, wurde auch in diesem März wieder zur Anlegestelle für Lehrpersonen, Bildungsbegeisterte, Workshopleitende, Ausstellende – und für alle, die das Lernen neu denken wollen. Was vor acht Jahren an diesem Ort als Tablet Days begann, hat sich zu einer festen Grösse im Fortbildungskalender entwickelt. Heute führen die Learning Days diese Idee weiter – im gleichen Geist, mit derselben Offenheit und Neugier: als Ort der Begegnung, des Austauschs, des Aufhorchens. Und als Raum für das, wofür die Learning Days stehen – grenzenloses Lernen.
Bildung im Zeitalter der Veränderung
Lernen heute – das bedeutet, sich den Herausforderungen der Digitalisierung zu stellen, gesellschaftliche Veränderungen ernst zu nehmen und den vielfältigen Ansprüchen unterschiedlicher Gruppen gerecht zu werden. Gerade in Zeiten, in denen vieles im Wandel ist, erscheint das Öffnen von Türen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn – als ein Gebot der Stunde.
Wo Räume wirken – und Bildung Gestalt annimmt
Auch in diesem Jahr war es das Würth-Haus in Rorschach, das seine Türen für die Learning Days 2025 weit öffnete – ein Haus, das nicht nur architektonisch für Klarheit, Offenheit und Haltung steht. Mit seiner gläsernen Fassade, die Licht, Wind und Wellen einfängt, fügt es sich zurückhaltend, aber bewusst in die Uferlinie des Bodensees ein.

Es ist ein Ort, der Weite zulässt – gedanklich wie räumlich – und der damit wie geschaffen ist für eine Veranstaltung, die sich ganz dem grenzenlosen Lernen verschrieben hat.
Am Seeufer: Gespräche mit Tiefgang
Die Learning Days 2025 trugen diesen Anspruch weiter: nicht als Spektakel, sondern als Einladung zur ernsthaften, verantwortungsvollen Auseinandersetzung mit Bildungsfragen. Das Programm war vielfältig, ohne sich thematisch aufzudrängen. Es lud ein zum Diskutieren, zum Neudenken, zum Hinterfragen – etwa im Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Unterricht – und zum Perspektivwechsel. Und so wie das grosse Gebäude direkt am Seeufer Raum gibt, schufen auch die Learning Days Räume: für Gespräche an Kaffeetischen, für fachlichen Austausch, für Begegnung auf Augenhöhe.

Dass das Würth-Haus sich selbst als Ort der Begegnung, der Kultur und des Genusses versteht, war spürbar – in der Haltung des gastgebenden Teams ebenso wie im feinsinnigen Rahmenprogramm. Eine besondere Note erhielt der Freitagabend, als das Hotel Bad Horn seine MY Emily losschickte, um Teilnehmende mit dem Schiff zum Abendessen überzusetzen. Dem Föhn entgegenfahrend wurde auch diese Überfahrt zu einem Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. So wie der rüstige Kahn seinen Weg durch die Wellen fand, so trugen die Mitarbeitenden des Würth-Hauses und des Hotels Bad Horn dazu bei, den Learning Days 2025 einen würdigen Rahmen zu geben.
Ankommen. Staunen. Eintauchen.
Begrüsst mit einem Lächeln, einem Namensschild und einem Los in der Hand – so begann für viele die Erfahrung Learning Days. Kaum eingetreten in das helle, offene Foyer des Würth-Hauses, weitete sich der Blick. Zur Linken erstreckte sich der grosse Ausstellungsbereich, lichtdurchflutet und gesäumt von den Ständen der zahlreichen Partnerfirmen. Hier wurde Bildung greifbar: 3D-Drucke, die staunen liessen, Lasergravuren auf dem gewonnenen iPad-Zeichenstift, digitale Bildungs- und Verwaltungslösungen für Schule und Unterricht, technische Ausstattung für das Schulzimmer.

70 Workshops, ein Ziel: Bildung bewegen
Doch neben all den Produkten waren es vor allem die Gespräche, die diesen Ort prägten. Fachlicher Austausch, spontane Begegnungen, inspirierender Small Talk – man konnte sich ihnen kaum entziehen. Und wer dennoch einmal zur Ruhe kommen wollte, fand auch diese: Wenige Schritte hinaus, führten direkt an das Seeufer. Dort empfing einen die frühlingsmilde Luft, ein Blick über das Wasser, der klärte und weitete.
Im Inneren öffneten sich die Türen zum Carmen-Würth-Saal – Herzstück der Veranstaltung. Hier fanden Eröffnung, Keynotes, Podiumsgespräche und der Abschluss statt. Ein Ort zum Sammeln, zum Aufhorchen, zum Mitdenken. In den angrenzenden Workshopräumen – im Erdgeschoss ebenso wie im Obergeschoss – wurde in über 70 praxisnahen Lern-Angeboten gearbeitet, diskutiert, ausprobiert. Lernen in Bewegung, auf Augenhöhe, mit Tiefgang.

Lernen braucht Räume – räumliche wie geistige. Das Würth-Haus hat diesen Raum gegeben. Doch letztlich sind es die Menschen, die ihn mit Inhalt füllen. Jede und jeder Teilnehmende trägt dazu bei, dem Lernen einen Rahmen zu geben: einen, der weit bleibt, offen, beweglich. Grenzenloses Lernen meint nicht Beliebigkeit – sondern die Bereitschaft, Bildung immer wieder neu zu gestalten, zu verantworten, weiterzugeben.

Das Gebäude selbst verspricht auf der eigenen Website: „Momente, die begeistern“. Die Learning Days 2025 haben solche Momente ermöglicht.
Fazit: Grenzenlos lernen – wir sehen uns wieder
Der Bodensee bleibt. Und dieses weite, südliche Ufer bleibt wie eine Einladung, wie ein Wunsch: dass sich diese Türen wieder öffnen. Im nächsten Jahr. Oder wann immer die Zeit reif ist für grenzenüberschreitende Begegnungen und Austausch. Für grenzenloses Lernen. Herzlich willkommen bei den nächsten Learning Days!
