Digitale Geräte wie das iPad oder Macs sind aus modernen Schulen kaum mehr wegzudenken. Doch wer eine Schule leitet, merkt schnell: Die Einführung solcher Geräte darf kein isolierter Schritt sein. Sie muss immer Teil eines pädagogisch durchdachten und organisatorisch abgestimmten Gesamtkonzepts sein. Denn nur wenn die Geräte auch effizient eingerichtet, verwaltet und gepflegt werden, entfalten sie ihr volles Potenzial im Unterricht. Genau hier tauchen plötzlich Begriffe auf wie DEP, MDM oder ASM. Und wer nicht vom Fach ist, wird mit einer Vielzahl neuer, technischer Begriffe konfrontiert, die nicht auf Anhieb verständlich sind.

Dabei geht es gar nicht darum, dass Schulleitungen zu IT-Profis werden. Wer die Grundprinzipien versteht, kann souverän entscheiden – und bei Bedarf gezielt Fachleute hinzuziehen.

Dieser Blogartikel erklärt die wichtigsten Begriffe – verständlich, kompakt und praxisnah für Schulleitungen, Lehrpersonen, PICTS und TICTS.

1. Was ist DEP?

DEP steht für Device Enrollment Program und ist ein Bestandteil des Apple School Managers. Vereinfacht gesagt ist DEP ein automatischer Einschreibeservice für neue Apple-Geräte wie iPads oder Macs. 

Wichtig:
Achte bei der Bestellung neuer Geräte darauf, dass dein Händler ein autorisierter Apple Education Specialist (z.B. DQ Solutions) ist. Nur so ist sichergestellt, dass die Geräte korrekt in das DEP deiner Schule eingebunden werden – und damit automatisch beim ersten Einschalten die gewünschten Einstellungen erhalten.

Beispiel aus dem Schulalltag:
Eine Schule bestellt 30 neue iPads. Dank DEP werden diese Geräte beim ersten Einschalten automatisch mit dem MDM-System verbunden – ohne dass jemand jedes Gerät in die Hand nehmen muss.

Vorteil für die Schulleitung:
Minimaler Aufwand bei der Einführung neuer Geräte – zentral und effizient.

DEP oder ADE – was denn nun?

Apple hat das Device Enrollment Program (DEP) mittlerweile umbenannt in Automated Device Enrollment (ADE). Gemeint ist aber immer noch genau derselbe Service: ein automatisiertes Verfahren, mit dem neue Apple-Geräte wie iPads oder Macs bei der ersten Inbetriebnahme automatisch der Schule zugewiesen und vorkonfiguriert werden.

Wichtig für Schulleitungen: Auch wenn in aktuellen Unterlagen von „ADE“ die Rede ist – viele sprechen weiterhin von „DEP“. Beides meint das gleiche System zur automatischen Geräteverwaltung im Rahmen des Apple School Managers.

2. Was ist ein MDM?

MDM steht für Mobile Device Management. Dabei handelt es sich um eine Software, mit der Schulen ihre iPads (und Macs) zentral verwalten können. Bekannte MDM-Lösungen für Schulen sind z. B. Jamf School, Jamf Pro, FileWave oder Intune.

Aber Vorsicht: Nicht alle MDM-Systeme sind gleich.

Was für eine kleine Primarschule ideal ist, kann für ein Oberstufenzentrum schnell zu unflexibel sein – oder umgekehrt zu komplex.

Unser Tipp:
Nimm dir vor der Einführung Zeit für eine sorgfältige Evaluation. Definiere gemeinsam mit deinem Team die Anforderungen – pädagogisch wie technisch - und ziehe Expert:innen hinzu, die mehrere Systeme kennen und unabhängig beraten können. Mit einem erfahrenen Partner lässt sich frühzeitig klären, welche Lösungen zur Schule passen – pädagogisch wie technisch.

Eine kluge Wahl zu Beginn spart langfristig viel Aufwand – und sorgt für eine reibungslose, zukunftsfähige Nutzung digitaler Geräte im Unterricht.

3. Was ist der Apple School Manager?

Der Apple School Manager (ASM) ist die zentrale Verwaltungsplattform von Apple für Bildungseinrichtungen. Hier können Schulleitungen oder IT-Verantwortliche:

  • Benutzerkonten für Lehrpersonen und Lernende anlegen

  • Klassenstrukturen verwalten (für Apple Classroom)

  • Geräte und Inhalte mit dem MDM verknüpfen

  • Apps und Bücher über das Volumenkaufprogramm beziehen

ASM ist kostenlos und lässt sich mit bestehenden Systemen wie bspw. der Microsoft Cloud verbinden. So können Benutzer zwischen den Systemen synchronisiert werden.

Vorteil für die Schulleitung:
Übersicht und Kontrolle über Geräte, Apps und Benutzer – ohne Lizenzchaos.

4. Wie spielt das alles zusammen?

Damit iPads an Schulen effizient genutzt werden können, müssen drei Apple-Systeme sinnvoll zusammenspielen: Apple School Manager (ASM), Device Enrollment Program (DEP) bzw. Automated Device Enrollment (ADE) und ein Mobile Device Management (MDM).

Der ASM ist die zentrale Verwaltungsplattform für Benutzer, Geräte und Apps. Über DEP (bzw. ADE) werden neue Geräte automatisch der Schule zugewiesen und mit dem MDM verbunden, das für die laufende Verwaltung zuständig ist – etwa für App-Verteilung, Geräteeinstellungen und Sicherheit.

Dieses Zusammenspiel ermöglicht eine einfache, zentrale Steuerung aller Geräte. Wichtig ist dabei die sorgfältige Auswahl des MDM-Systems, da sich Funktionsumfang und Bedienung stark unterscheiden. Ein späterer Wechsel ist technisch möglich, aber aufwendig.

Darum gilt: Eine fundierte Beratung und ein ganzheitlicher Plan sind der Schlüssel zu einer digitalen Schulentwicklung, die langfristig funktioniert.

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