
Ein neues Schuljahr – und ein neues iPadOS. An der WWDC in dieser sonnigen Juniwoche hat Apple das kommende Betriebssystem iPadOS 26 vorgestellt – mit vielen Neuerungen, die gerade für den Schulalltag spannend sind und ab Herbst auf vielen aktuellen iPad-Modellen kostenlos verfügbar sein werden. Wer das iPad bisher als Ergänzung zum Mac gesehen hat, könnte es nun vermehrt als Hauptarbeitsgerät nutzen. Denn was mit Stage Manager begann, wird mit dem neuen iPadOS 26 auf eine neue Ebene gehoben: Das iPad fühlt sich durch das neue Multitasking und die verbesserte Dateien-App schon sehr wie ein Computer an – und bleibt dabei ein iPad mit seinen vielen einzigartigen Möglichkeiten für den Unterricht.

Apple macht das Fenster auf
Eine auch für den Unterrichtsalltag sehr bedeutsame Neuerung: Apps lassen sich jetzt als echte Fenster öffnen, verschieben, vergrössern und nebeneinander anordnen – mit Schliessen-, Minimieren- und Vollbildbuttons durch die drei farbigen Punkte links oben im Fenster, genau wie am Mac. Das macht den Umgang mit mehreren Inhalten gleichzeitig (z. B. Notizen, Safari, PDF) deutlich einfacher. Besonders für Schülerinnen und Schüler, die im Projektunterricht oder bei Recherchen arbeiten, entsteht durch ein verbessertes Multitasking eine noch produktivere Arbeitsumgebung. Neu ist nun auch die Vorschau-App, die wir vom Mac kennen, auf dem iPad verfügbar, um neben Bildern auch PDF-Dateien, insbesondere Arbeitsblätter, nicht nur anzuschauen, sondern auch bearbeiten zu können – direkt mit dem Apple Pencil.

Auch du als Lehrperson wirst profitieren: Zwischen Unterrichtsmaterialien, Präsentationen und Tools wie Classroom, Notizen oder Keynote hin und her zu wechseln, wird flüssiger und intuitiver. Wenn du eine externe Tastatur mit Trackpad nutzt, wird dir der neue Cursor willkommen sein, der in Pfeilform nun nicht mehr wie bisher, als kleiner Kreis, in den Apps zum Verlorengehen neigt. Selbst eine Menüleiste ist jetzt dabei – wie am Mac lässt sie sich mit dem Cursor einblenden und bietet kontextbezogene Funktionen je nach App.
Neues Design, neuer Name – aber das Lernen bleibt im Mittelpunkt
Apple führt mit dieser Version eine neue Namenslogik ein, der auch sämtliche weiteren Apple-Betriebssysteme folgen: statt iPadOS 19 jetzt: iPadOS 26. Hinter dem neuen Namen steckt neben vielen neuen Funktionen auch ein visuelles Redesign für die Apple-Systeme: Das sogenannte Liquid Glass sorgt für eine attraktive gläsern wirkende Oberfläche, transparente Icons. Sehr schön, aber natürlich nicht das Entscheidende – für den Schulalltag relevanter ist, dass die Bedienung klar, moderner und aufgeräumter wird, wie dies unter anderem in der Kamera- und Fotos-App umgesetzt wird.
Was heisst das für den Einsatz im Unterricht?
Ganz praktisch: Das iPad wird noch mehr zum Allround-Werkzeug. Schülerinnen und Schüler können wie an einem Laptop recherchieren, schreiben, Bilder bearbeiten oder Lernvideos erstellen – aber gleichzeitig mit dem Apple Pencil zeichnen, brainstormen oder mathematische Skizzen festhalten. Lehrpersonen können den Unterricht noch flexibler vorbereiten und gestalten, sei es durch das Multitasking, die nun endlich auch auf dem iPad vorhandene Journal-App für Lerntagebücher oder die überarbeitete Organisation für Bild-Material.

Die neuen Funktionen machen das iPad nicht nur leistungsfähiger – sie holen auch unterschiedliche Lerntypen besser ab: visuell, auditiv, motorisch. Und das ohne zusätzliche Geräte. Und wenn zusätzliche Geräte, dann sind es (externe) Mikrofone, die sich nun je nach App direkt auswählen lassen.
Apple Intelligence – die nächste Stufe
Apple hat zudem die Weichen für die Integration von KI im Alltag gestellt. Auch auf dem iPad wird Apple Intelligence künftig stärker präsent sein – etwa bei der Suche, der Textbearbeitung, Übersetzungen oder beim Strukturieren von Inhalten. Für den Unterricht bedeutet das Potenzial: Zeit sparen bei der Vorbereitung, Texte automatisch anpassen lassen, Ideen sortieren – oder gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern erkunden, wie verantwortungsvoller KI-Einsatz aussehen kann.

Eines für (fast) alle!
All diese neuen Funktionen stehen ab Herbst kostenfrei auch auf älteren iPads zur Verfügung. Aber nicht mehr auf allen. iPadOS 26 läuft nicht mehr auf dem iPad der 7. Generation aus dem Jahr 2019. Wer im Schulumfeld noch mit diesen Geräten arbeitet, sollte berücksichtigen, dass diese neuen Funktionen nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Sicherheitsupdates wird es jedoch noch eine Zeit lang geben. Aber das schöne ist: alle neueren Geräte wie das Pad 8, iPad Air ab 3. Generation und iPad mini ab 5. Generation – sind weiterhin kompatibel mit dem neuen iPadOS 26.
Fazit
iPadOS 26 bringt das iPad in der Schule einen grossen Schritt weiter. Die neuen Fensterfunktionen, deutlich verbessertes Multitasking, die optimierte Bedienung mit Maus und Tastatur sowie neue KI-Impulse machen das iPad zu einem echten Alleskönner im digitalen Klassenzimmer. Es bleibt handlich und kreativ – wird aber gleichzeitig deutlich erwachsener. Ein spannendes Update, das Lust macht, das iPad im Schulalltag neu zu denken.